Anfang der Woche hatte ich ein Coaching mit einer Kundin, die wirklich viel leistet. Sie arbeitet in Teilzeit, hat drei Kinder und zusätzlich gerade eine Weiterbildung begonnen. Es fällt ihr allerdings sehr schwer, all diese Handlungen zu wertschätzen. Sie bekommt wenig Anerkennung von außen und sie selbst ist auch nicht sooo begeistert von ihrer Leistungsfähigkeit.

Anerkennung entsteht im Herzen

Sie kam zu mir, weil sie nicht so richtig glücklich ist, aber sie konnte erst nicht so genau sagen, warum. Es ist doch alles gut. Ihr geht es gut. Und doch hat sie das Gefühl, dass sie nicht ausreichend genug leistet, dass sie eine bessere Ehefrau, eine bessere Mutter, eine bessere Mitarbeiterin sein könnte. Das bestätigt ihr Mann hin und wieder gerne.

Als ich ihr vorschlug, dieses Engagement zu würdigen und sich für all die Begeisterung und Energie, die sie in die Erziehung ihrer Kinder und ihre berufliche Entwicklung steckt, zu belohnen, reagierte sie überrascht: „Aber das ist doch meine Aufgabe“, meinte sie zu mir, „warum sollte ich mir denn dafür was Gutes tun?“

Wozu soll ich mich belohnen, wenn ich doch nur meinen Job mache?

Oh, da gibt es viele Gründe!

… weil es nicht selbstverständlich ist, was du für andere und für dich selbst tust. Du hast immer die Wahl, wie stark zu dich engagierst, du darfst deine Handlungen durchaus würdigen.

Engagement

… weil es selbstbewusst macht. Wenn du den ganzen Tag nicht nur geschäftig bist, sondern regelmäßig Herausforderungen annimmst und bereit bist, über dich hinaus zu wachsen, darfst du dir dafür ruhig mal was richtig Schönes gönnen.

Selbstbewusstsein

… weil es dir Sinn und Energie gibt. Wenn du dir darüber im Klaren bist, was du jeden Tag wuppst, warum du das tust und wen du damit positiv beeinflusst, dann fühlst du dich einfach gut, motiviert und voller Energie.

Sinn & Energie

… weil es eine wichtige Form der Selbstfürsorge ist. Es geht gar nicht darum, dass du etwas Materielles leistest. Belohne dich mit etwas, das dich wirklich erfüllt, was dir richtig Spaß macht und deine Seele streichelt.

Selbstfürsorge

Für mich ist das ein Ausflug mit Freunden und Hunden an meinen Lieblings-See, eine Investition in einer Weiterbildung oder einer Runde schwimmen.

Such dir Belohnungen aus, die gut für dich sind

Wichtig ist, dass dir die Belohnung auch nachhaltig guttun. So sehr dir die Sahnetorte schmeckt, dich dein TV-Serien-Marathon zufrieden macht oder dir sündhaft teure Kleid gut steht: Auf Dauer könnte sich diese „Belohnung“ rächen. 🙂

Viel bringt viel?

Du musst objektiv auch überhaupt nicht so viel leisten wie meine Kundin, um dich dafür wertschätzen zu dürfen. Sie leistet auch soviel, weil sich der Glaubenssatz „Ich muss viel arbeiten, um mich gesehen und geliebt zu fühlen“ verbirgt. Daran arbeiten wir dann in den nächsten Sitzungen.

All deine Handlungen, vor allem die, die sich positiv auf dich und andere auswirken, verdienen deine Anerkennung. Klar. Aber das braucht es gar nicht:

Schau regelmäßig zurück, um dich nach vorn zu katapultieren

Ein sehr einfacher Weg, dich und deine Handlungen anzuerkennen, ist der Rückblick. Schreib auf, was gut gelaufen ist, was nicht so dolle war und was du ändern möchtest.

Hol dir hier gratis deine Monatsrückblick-Vorlage

Als ersten Einstieg findest du hier eine Vorlage für einen Monatsrückblick, ein simples, 1-seitiges Arbeitsblatt, das du in 10 Minuten ausfüllst und was dich ganz sicher zufrieden zurück lässt. Mit meinen Kunden gehe ich durch einen umfangreicheren Rückblick auf den letzten Monat – das ist vor allem etwas für die, die es wirklich ernst meinen und richtig wissen wollen. 🙂  Hab viel Freude damit!

Was ich ebenfalls sehr empfehlen kann, ist das 5-minute-journal für den knackigen täglichen Aus- und Rückblick. Das könnte dir auch gefallen!

Berichte mir im Kommentar: Wie belohnst du dich am liebsten, wenn du etwas richtig gut gemeistert hast?

 

Ganz im Sinne der Wertschätzung: Lieben Dank für das hübsche Foto von:

Maarten Deckers